Kinderschicksale - Lewa Schweiz

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Kinderschicksale

Patenschaften

D. ist 14 Jahre alt, Waise und hat seine Eltern als Kleinkind verloren. An Geschwister mag er sich nicht erinnern, die Kinder kamen zu diversen Verwandten. Nachher hat er bei seinen Grosseltern gelebt. Am Morgen früh musste er Wasser holen und die Ziegen versorgen. Er ist dann 45 Min. in die nächste Schule gelaufen weil er wirklich lernen will. Die Schule beginnt um 8.00 Uhr. Sein Lehrer hat ihn als sehr fleissig und intelligent eingestuft, er hat aber viel Schulstoff verpasst, weil er meistens eingeschlafen ist. Darum schaute sein Lehrer, dass er eine Patenschaft bekam. Jetzt ist er in einem Internat und verbringt einfach noch die Ferien bei seinen Grosseltern, die sehr dankbar sind, dass ihr Enkel jetzt gute Zukunftschancen hat. Aus dem scheuen Kind wurde ein toller junger Mann, der Pilot oder Arzt werden möchte. Er ist ein guter Läufer, der schon zweimal den Lewa Marathon gelaufen ist.

K. ist 11 Jahre alt und besucht die 3. Klasse. Er hat bei seiner ledigen Mutter gelebt, die sehr krank ist. Ein alter Grossvater lebt im gleichen Haus. Er musste viel zu Hause arbeiten, war sehr zerstreut und musste 2mal die Klasse repetieren. Er hat keine Geschwister, seine Mutter ist sehr arm und kämpft täglich ums überleben. Seit einem halben Jahr geht er in ein Internat und freut sich täglich über all das Neue in seinem Leben. Die Ferien hat er bei seiner Mutter verbracht.

E. war 10 Jahre alt als ihre Mutter an Aids starb. Vor ihrem Tod versprach E's Onkel, der Bruder der Mutter, für das Mädchen zu schauen. Er selber ist verheiratet, hat 3 Kinder und keine Arbeit, er ging nie zur Schule und kann weder lesen noch schreiben. Er hat uns erzählt, dass er in der Nacht viel erwache, weil er nicht weiss, wie er die Familie ernähren kann. So war die Patenschaft von E. für alle eine grosse Erleichterung. Heute ist sie in der letzten Klasse der Grundschule, kann lachen und ist ein glückliches Kind mit grosser Chance für ihr Leben.

B. ist Kikuyu und lebte mit seinen Eltern in Eldoret bis er 13 Jahre alt war. Er ist dort sehr gerne zur Schule gegangen. Während den Unruhen 2008 nach den Präsidentschaftswahlen wurde seine Familie getrennt. Sein Vater wurde ermordet, seine behinderte Mutter ist verschwunden. B. ist mit anderen Kindern geflüchtet, er rannte immer der Sonne entgegen und ernährte sich von Blättern und was er auf dem Weg fand. Er wusste, dass im Osten des Landes Verwandte von ihm leben. So kam er in die Nähe von Lewa und kann bei einem Onkel leben und für ihn arbeiten. Er konnte die Grundschule fertig besuchen und hat sie als Klassenbester abgeschlossen. Weil sein Onkel aber kein Geld hat, musste er für ihn arbeiten und konnte keine Höhere Schule besuchen. Jeden Tag ging er für einen kurzen Besuch in seine Grundschule, und der Lehrer erzählte seine Geschichte in der Hoffnung, eine Patenschaft für ihn zu finden. Das ist jetzt so, B. ist eines "unserer" Patenkinder und besucht mit viel Freude eine Höhere Schule. Er ist schon wieder drittbester der Klasse und hat grosse Pläne für seine Zukunft.

P. lebte mit ihrer Mutter und ihrem Grossvater in einem ganz kleinen Häuschen und konnte zur Schule. Ihre Mutter arbeitete in einem Steinbruch und wurde von einem grossen Stein getötet während der Arbeit als P. 11 Jahre alt war. So musste sie die Schule beenden und für ihren 90jährigen Grossvater, der blind und taub war kochen, waschen, Wasser holen und den kleinen Garten bearbeiten. Ihr Grossvater starb nach fast 2 Jahren und dank einer Patenschaft konnte P. in ein Internat. Sie hat 4 Jahre die Höhere Schule besucht und möchte Lehrerin für Erwachsene werden.


Als die Mutter von L. starb, durfte sie zu Verwandten ganz in der Nähe von Lewa. Schon bei unserem ersten Besuch hat sie uns erzählt, dass sie einmal Krankenschwester werden möchte um in der Lewa Klinik zu arbeiten. Dank einer Patenschaft konnte sie die Höhere Schule gut abschliessen und ist bereits im letzten Jahr für Krankenschwester. Sie ist heute 25 Jahre alt und eine interessante junge Frau mit vielen Plänen für ihr Land. Ohne Patenschaft hätte sie sicher schon viele Kinder und würde auf dem Feld arbeiten.

A. war 7 und ihr Bruder N. 12 Jahre als wir sie kennen lernten und lebten bei ihrer Grossmutter nach dem Tode von ihren Eltern. Beide sind an Aids gestorben kurz nacheinander. Die Grossmutter arbeitete auf dem Feld, trank aber zu viel Zuckerrohrbier sobald sie ein bisschen Geld verdiente. Der Knabe musste für seine kleine Schwester schauen, Ziegen hüten, Holz suchen und Wasser von weit entfernt holen. Am Abend sassen sie vor dem verschlossenen Haus und warteten, bis die oft betrunkene Grossmutter nach Hause kam. Dank einer Patenschaft durfte zuerst die kleine A. in eine Schule, 2 Jahre später auch N. A. ist heute Klassenbeste, N. möchte Pilot werden. Beide Kinder sind HIV negativ und gesund.

 
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